Mittwoch, 2. September 2009

Bisherige Mittel gegen Haarausfall


Arzneimittel und Kosmetika
Die Stiftung Warentest untersuchte in einer umfassenden Studie 21 häufig verkaufte Mittel gegen androgenetischen Haarausfall. Darunter befanden sich Arzneimittel, Kosmetika, Haarelixiere, Shampoos und Haarkuren.
In einer Bewertungsskala von 1 (geeignet) bis 4 (wenig geeignet) wurden 19 der Mittel mit der Note 4 (wenig geeignet) bewertet.Die abschließende Bewertung zu den gesamten Pflegeprodukten lautete: „Eine spezifische Wirkung bei Haarausfall ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt, deshalb zur Behandlung von Haarausfall wenig geeignet“.Auch bei den Arzneimitteln schnitten fast alle untersuchten Mittel mit der Note 4 (wenig geeignet) ab. Lediglich 2 Arzneimittel erreichten die Bewertungsstufe 3. Einer dieser beiden Behandlungsansätze ist die Förderung der Durchblutung der Kopfhaut durch ein (einzureibendes) Tonikum (Bewertung 3 / mit Einschränkung geeignet).
Die Stiftung Warentest bewertet das Anwendungsgebiet:
„ . . . stabilisiert den Verlauf der anlagebedingten Glatzenbildung (androgenetische Alopezie) im Tonsurbereich der Kopfhaut von 3 – 10 cm Durchmesser bei dunkelhaarigen Männern im Alter von 18 – 49 Jahren. In der Mehrzahl der Fälle kann durch die Behandlung eine Verlangsamung des Haarverlustes resultieren und einem Fortschreiten der Glatzenbildung entgegengewirkt werden, jedoch wird nur bei wenigen Patienten ein kosmetisch befriedigendes Resultat zu erwarten sein“.

Der zweite Behandlungsansatz, der die Bewertungsstufe 3 (mit Einschränkung geeignet) erreichen konnte, ist ein Präparat zur Senkung des DHT-Spiegels im Blut. Damit soll der Ansammlung von DHT in den Haarfollikeln entgegen-gewirkt werden.
Hier fasst die Stiftung Warentest zu den Anwendungsgebieten zusammen:
„Frühe Stadien des Haarausfalls vom männlichen Typ (androgenetische Alopezie) bei Männern.“„. . . stabilisiert den Prozess der androgenetischen Alopezie bei Männern im Alter von 18 bis 41 Jahren. Eine Wirksamkeit beim Zurückweichen des Haaransatzes im Schläfenbereich („Geheimratsecken“) und beim Haarverlust im Endstadium wurde nicht nachgewiesen“.


Beide Behandlungsansätze wirken sich zumindest in einer nachgelagerten Phase der Verursachungskette ein wenig auf die Durchblutung der Kopfhaut beziehungsweise auf die Anlagerung von DHT aus.

Natürlich können sie bei Spannungshaarausfall nicht den Effekt erzielen, wie es die Wiederherstellung der Durchblutung in den Gefäßen, die zur Kopfhaut hin führen, vermag.Wir können hier lediglich Auszüge aus der Studie wiedergeben. Die Studieselbst können Sie auf der Homepage der Stiftung Warentest für eine Gebühr von 50 Cent im Volltext einsehen.

Informationen zu Transplantationen und dem Thema Perücke/Toupet finden Sie unter http://www.ac-therapie.de/Bisherige-Mittel-gegen-Haarausfall.76.0.html

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